Tauchgruppe Kiel e.V.

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Norwegen-Tour 2025 zum „Feriencenter Skottevik“

Liebe Tauchsportfreunde,

Christian, Johann, Rico und ich, Frank, sind im Juni für eine Woche nach Südnorwegen zum Tauchen nach Skottevik aufgebrochen. Ich muss Euch sagen – die Woche war echt der Hammer. Mein besonderer Dank geht an Christian, der die Tour bis ins kleinste Detail für uns alle geplant hatte. Wir waren im Feriencenter in Skottevik untergebracht. Vor Ort haben wir uns mit unseren Tauchfreunden Volkmar und Tommy aus Butzbach getroffen und eine wunderschöne Zeit vor Ort genossen. Wir haben jeden Abend gemeinsam etwas Leckeres gekocht wie z.B. Riesengarnelen und selbst geerntete Jakobsmuscheln. Rico hat uns sogar einen Pollack aus dem Fjord geangelt, den wir dann zusammen verputzt haben – alles hat echt lecker geschmeckt. Ach jaaaa – die Zeit war leider wieder viel zu schnell vorbei …

Euer Frank

Skottevik liegt mittig an Südnorwegens schönster Schärenküste. Drei eigene Häfen befinden sich im Areal des Skottevik Feriencenters. In unmittelbarer Nähe zum Fischerdorf, liegt die Tauchbasis in einer kleinen bucht direkt am eigenen Hausfjord mit Blick auf die Schären. Das Feriencenter ist ein modernes Eldorado für Angler, Taucher, Familien und alle Reisenden, die eine Oase am Meer suchen. Vor Ort kann man wandern, Wrack- u. Landtauchgänge machen, im Fjord baden, Fahrrad fahren oder angeln. Auch für Nichttaucher ist es sehr schön vor Ort. Unsere Unterkunft war ganz gut ausgestattet, geräumig und sauber. Die Tauchbasis mit eigener Tauchschule, Luftfüllung (200/300 bar) und einem kleinen Laden liegt nur ein paar Schritte vom Bootssteg entfernt.Hier kann man direkt ins Wasser springen und in der geschützten Bucht in Tiefen von 5 – 30 m das schöne Unterwasserleben entdecken. Das Gebiet vor Skottevik ist auch sehr beliebt zum Nachttauchen.

Christian hatte für uns ein paar wunderschöne Bootstauchgänge zu den Wracks und Landtauchgänge organisiert. Ihr Lieben – Ihr werdet mit einem Schlauch-Speedboot mit 2 x 300 PS Außenbordmotoren quasi zu den Hotspots katapultiert. Die Bootstouren und  alle Tauchgänge waren  echt meega spannend und wunderschön. Es war toll Zeitgeschichte mit den eigenen Augen betrachten zu dürfen …

Zu diesen wunderschönen Wracks sind wir abgetaucht …

Townwrecks Kristiansand

Bei den in Kristiansand als “Byvraks” (“Stadtwracks”) bekannten Wracks handelt es sich tatsächlich um ein Doppelwrack, welches in der stadtnahen Kongsgård Bukta liegt. Es handelt sich um den Schlepper “Bjarte” und den Trawler “Kjelløy”, die beide einmal für die Verschrottung durch das lokale Unternehmen Sjuve Ship Gjenvinningsindustri vorgesehen waren. Beide Schiffe sanken wohl im November 1995 in einer Sturmnacht miteinander vertäut direkt an der Kaimauer. Der genaue Grund für den Untergang ist nicht öffentlich bekannt geworden. Es ist nur bekannt, dass beide Schiffe schon seit längerer Zeit aufgelegt waren und bereits entsprechend vorbereitet auf ihre Verschrottung warteten. Laut Dokumenten der Stadt Kristiansand waren sie für eine Versenkung im Topdalsfjord vorgesehen, der zu dieser Zeit noch als Versenkungsgebiet für ausgediente kleinere Fahrzeuge diente. Doch aus bis heute unklaren Gründen kam es dazu nicht mehr. Noch 2004 wurde über eine Hebung diskutiert, die aber aufgrund der hohen Kosten verworfen wurde. Heute liegen die Wracks beider Schiffe direkt nebeneinander auf ihrer Backbordseite in max. 18 m Tiefe in unmittelbarer Ufernähe. Trotzdem sind sie am besten vom Boot aus zugänglich. Die Wracklage ist sehr geschützt und aufgrund der geringen Tiefe ist das Doppelwrack sehr gut für Anfänger oder als zweiter Tauchgang nach tieferen Tauchgängen geeignet. Die Tauchbedingungen sind sehr einfach. Aus guten Gründen sind daher Tauchgänge an den beiden “Stadtwracks” sehr beliebt. Hier hat man die Möglichkeit, während eines einzigen Tauchgangs gleich zwei Wracks auf einmal zu erkunden. Beide sind aufgrund ihres jungen Alters und der geschützten Lage relativ intakt und gut erhalten. Da sie so gut zugänglich sind, lassen sie sich auch für weniger erfahrene Wracktaucher sehr entspannt betauchen. Obwohl man aufgrund der geringen Größe der Wracks während eines einzigen Tauchgangs schon einen guten Eindruck von beiden Wracks erhalten kann, bieten sie soviel zu sehen, dass man auch gut mehrere Tauchgänge dort machen kann.

deutsches Wasserflugzeug „Dornier DO-24

Dieses Wasserflugzeug ist am 22. April 1945 im Zweiten Weltkrieg von einem britischen Mosquito Flugzeug abgeschossen worden. Die Dornier Do-24 war ein dreimotoriges, hochseefähiges Fernaufklärungsflugboot. Sie ist in vier Teile zerbrochen; der vordere Teil und der rechte Flügel sind relativ unbeschädigt, das Heck und der linke Flügel jedoch sind zerstört. Im Cockpit sind noch immer die Steuerinstrumente zu sehen. Das Wrack liegt in Kristiansand beim Airport in Kjevik, ist vom Ufer etwa 50 m entfernt. Sie ist mit einer Boje markiert.  Wenn man an der Bojen-Leine abtaucht, kommt man in einer Tiefe von ca. 25 m zum linken Flügel. Das Cockpit liegt in einer Tiefe von etwa 30 m. Man kann sogar noch ein Triebwerk wunderbar erkennen.

Vorpostenboot V-1605 „Mosel

Die „Mosel“ wurde als Fischdampfer 1937 gebaut und im Jahr 1939 von der Kriegsmarine eingezogen und bewaffnet. Nach einigen Einsätzen von Kiel aus im Belt und in der Ostsee wurde sie von ihrem späteren Heimathafen Frederikshavn in Dänemark zu Geleitdiensten im Kattegat und Skagerrak eingeplant. Die „Mosel“ erhielt für diese Aufgaben mehrere Flugabwehrgeschütze vom Kaliber 8,8 cm, 3,7 cm und 2,2 cm und wurde mit Wasserbomben bestückt. Sie bekam am 15. Oktober 1944 den Auftrag, den Petroleumtanker „Inger Johanne“ auf seiner Fahrt von Kristiansand nach Arendal zu begleiten. Nicht weit entfernt von Lillesand entdeckte sie ein britisch-kanadischer Jagdbomberverband und griff sie an. Beide Schiffe wurden schwer getroffen. Die „Mosel“ stand nach heftigen Kampfhandlungen komplett in Flammen. Es gab zahlreiche Todesopfer an Deck und im Kesselraum. Gewaltige Explosionen vernichteten auch den Petroleumtanker. 21 Seeleute verloren auf der Mosel ihr Leben. Das Wrack wurde im Sommer 2001 auf einer Tiefe zwischen 35 m und 50 m in relativ gutem Zustand wieder entdeckt. Das Wrack liegt völlig ungeschützt recht weit drauβen und ist nur für sehr erfahrene Taucher geeignet. Die Mosel kann wegen der Lage nur bei gutem Wetter und wenig Wellengang angefahren werden. Die „Mosel“ ist ein unglaublich spannendes Wrack, da es fast in dem Zustand erhalten geblieben ist, in dem es sank. Es liegt auf aufrechtem Kiel mit leichter Neigung nach Backbord. Der Bug, dessen beide Anker noch vorhanden sind, wird auf 35 m erreicht. An seiner Spitze kann man ein Lärmgerät zur akustischen Minenräumung erkennen. Auf dem Vordeck steht auf einer runden Plattform, dessen Holzbeplankung bereits verschwunden ist, die große 8,8 cm-Flak, die noch zum Kampf aufgerichtet ist. Auch am Heck, welches bei etwa 50 m liegt, ist noch ein großkalibriges Einzelgeschütz vorhanden. Das Brückenhaus ist noch gut intakt, nur die obersten Aufbauten sind zerstört. An Deck finden sich in Eile aufgerissene Munitionskisten, teilweise noch mit Flak-Munition darin. Auch ein Löschschlauch liegt noch an Deck. Man kann sich während des Tauchgangs regelrecht vorstellen, welche dramatischen Szenen sich an Bord abgespielt haben müssen. Unser Tauchgang war eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit, konserviert von der Nordsee seit über 75 Jahren.

MS „Gudrun

Der ca. 80 Meter lange deutsche Frachter MS „Gudrun“ wurde 1944 versenkt. Für diese Tauchtour zum Wrack muss man einen Tagesausflug einplanen. Man fährt ca. 2 Stunden mit dem Auto auf landschaftlich wunderschöner Strecke zum Flekkefjord und dort bis zum Fähranleger in Abelnes. Das Wrack liegt ca. 100 Meter leicht rechts vor dem Fähranleger im Fjord. Es ist ein ordentliches Stück Arbeit von Land aus an der Wasseroberfläche bis man die Markierungsboje (blauer Kanister) erreicht. Taucht man an der Bojen-Leine ab, kommt man in 20 Meter Tiefe zum Mast des Wracks. Die „Gudrun“ ist ein  wunderschönes Wrack und unbedingt einen Tauchgang wert. Die maximale Tiefe beträgt ca. 43 Meter unten am Bug, die Schiffsschraube befindet sich auf ca. 33 Metern.

MS „Seatle

Die MS Seattle versank in den Korsvik Fjorden während der Deutschen Besatzung am 9. April 1940. Das Schiff war auf dem Weg nach Kristiansand, als sie unter Kreuzbeschuss zwischen dem Deutschen Kreuzer Karlsruhe und der Norwegischen Küstenfestung Odderøya kam. Die Norwegischen Streitkräfte dachten es wäre ein Schiff, welches die Deutschen Truppen unterstützen wollte und starteten mit dem Beschuss auf den Frachter mit Ihren 150 mm Kanonen. Die Seattle wurde innerhalb von wenigen Minuten von den Norwegischen Streitkräfte getroffen und die Crew die das Schiff verließ, wurde bis zum 10. April eingesperrt. In der Zwischenzeit brannte das Schiff mehrere Tage lang bis sie im Fjord, in den Tiefen von Dvergsnestangen sank, ungefähr am 13. April. Das Wrack der Seattle wurde 1988 von Erling Skjold/NSA gefunden und wurde eines der beliebtesten Tauchziele in Norwegen. Der Frachter liegt heute in einer Tiefe von zwanzig bis siebzig Metern in gutem Zustand.

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